Für Gott in Schleswig-Holstein

Volksinitiative Gottesbezug

2015 06 sprechblaseMit einer lilablauen Sprechblase mit dem Schriftzug „Für Gott in Schleswig-Holstein“ werben Plakate, Aufkleber und Flyer derzeit um Unterschriften, im Radio und in der Tagespresse laufen Spots und Kirchenkreise und Gemeinden  veranstalten Diskussionsabende.  Eine Gruppe von 16  Personen des Öffentlichen Lebens, allen voran die beiden ehemaligen Ministerpräsidenten Peter-Harry Carstensen und Björn Engholm, aber auch Fatih Mutlu von der Schura und Walter Blender von den jüdischen Gemeinden  haben zu einer Volksinitiative aufgerufen. Und die beiden großen Kirchen, aber auch die Muslimischen Gemeinden der Schura und die Jüdischen Gemeinden in Schleswig-Holstein unterstützen sie dabei.

Der Hintergrund:

Der Kieler Landtag beschloss im Oktober 2014 eine Reihe von Verfassungsänderungen. Eine Formel, die in der Präambel auf Gott Bezug nimmt, fand allerdings keine Mehrheit. Für „in Verantwortung vor Gott und den Menschen“ stimmten 29 Abgeordnete und 33 für „auch in Verantwortung vor Gott, den Menschen und im Bewusstsein des religiösen, philosophischen und humanistischen Erbes“. Damit war die erforderliche Zweidrittel Mehrheit von 46 Stimmen nicht erreicht.

Namhafte Persönlichkeiten des Öffentlichen Lebens gründeten daraufhin die Volksinitiative Gottesbezug. Sie hat zwei Anliegen: Die Sammlung von Unterschriften für die Aufnahme eines Gottesbezuges; wenn mindestens zwanzig Tausend gültige Stimmen zusammen kommen, muss sich der Landtag erneut mit dem Thema befassen. Darüber hinaus wollen sie außerdem deutlich machen, was Gott für die Gesellschaft bedeutet.

Es erscheint ihnen wichtig, gemeinsam mit Muslimen, Juden und anderen, durch den Gottesbezug gemeinsame Werte in der Politik und Gesellschaft Schleswig-Holsteins zu verankern.
Manche behaupten, eine Präambel mit Gott schließe alle aus, die nicht glauben, Atheisten und Freigeistigen sei das nicht zumutbar. Die Initiatoren sehen das anders. Viele Menschen engagieren sich aus ihrem Glauben heraus in Gesellschaft und Politik. Das tun sie nicht, um einen persönlichen Vorteil zu haben, sondern aus Verantwortung für Land und Leute. Um es mit Björn Engholm zu sagen: „Das schadet niemandem und nützt allen.“ Gott ist keine Privatsache der Gläubigen.

Pastor Gernot Tams von der Volksinitiative  fasst die Argumente so zusammen:

„Gott“ in der Präambel gilt als Demutsformel. Was das bedeutet, wird an den Konsequenzen deutlich, die daraus folgen können. Dabei geht es um Respekt vor dem, was wir aus früheren Zeiten übernommen haben, was uns heute umgibt und vor der Zukunft.

Wie aktuell Gott und Demut in Wahrheit sind, kann man am Raubbau der Ressourcen in all seinen Facetten ablesen. Man denke nur an die Flüchtlingsströme oder die Schäden der außer Kontrolle geratenen Geldwirtschaft. Die damit verbundenen Konflikte sind bedrückend und manches möchte man am liebsten gar nicht wissen. Wir heute Lebenden können uns vielleicht noch rechtzeitig aus dem Staube machen, unsere Kinder können das nicht mehr. Demut vor Gott weist uns darauf hin, dass es außer uns noch andere Menschen gibt, die ein Recht auf Leben haben.

Darum wollen wir die Politik auf Gott bezogen wissen, um sie über den Tag und die Wahlperiode hinaus zu verpflichten. Wir meinen, dass das dem Frieden im Land und in der Welt dient. Dafür bitten wir zu unterschreiben.

Zu den Initiatoren gehören:

  • Peter Harry Carstensen
  • Björn Engholm
  • Fatih Mutlu
  • Prof. Bernhard Schwichtenberg
  • Hans-Nissen Andersen
  • Georg Bergner
  • Walter Blender
  • Georg Fritzsch
  • Prof. Dr. Walter Jonat    Hatice Kara
  • Claus Möller
  • Basma Ramzi Naser
  • Dierk Schmäschke
  • Emil Schmalfuß
  • Prof. Dr. Werner Solbach
  • Hans-Jakob Tiessen
  • Lisa Triebel
  • Klaus-Hinrich Vater

Unterschreiben können Sie auch hier in Ihrer Kirchengemeinde in ausgelegten Listen zum Gottesdienst auf dem Schriftenständer oder im Kirchenbüro während der Öffnungszeiten (Dienstag und Freitag 10.00 – 12.00 Uhr) .

Mehr Infos zur Volksinitiative gibt es hier:

Volksinitiative Gottesbezug c/o Tams, Turkuring 64, 24109 Kiel, 0431 66668579  u.  0176 47320451

 

 


                                        

 

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