Liebe Gemeinde,

2014 10 grabichlerals Prädikantin Ihrer Gemeinde bin ich seit nun fast fünf Jahren gerne in der Segenskirche.

Am 31.08.2014 konnten Sie im Gottesdienst meinen neuen Talar das erste Mal bewundern. Zeit, um nicht nur ein Foto im Gemeindebrief zu veröffentlichen, sondern auch ein klein wenig mehr zur Vorstellung dieses ehrenamtlichen Dienstes und zu mir selbst beizutragen.

Prädikanten sind Ehrenamtliche, die eine mehrjährige Ausbildung abgeschlossen haben und Gottesdienste mit eigener Predigt halten. Unter der Woche geht jeder Prädikant seinem normalen Beruf nach. Ich habe Jura studiert und arbeite als Sachbearbeiterin in einem Büro.

Aufgewachsen und seit fast 48 Jahren immer noch wohnhaft bin ich in Öjendorf. In der Jubilate-Kirche waren die Chöre gut 25 Jahre meine Heimat. Doch irgendwann ergab sich aus einem Sehnen und Suchen der Ruf zur Verkündigung des Wortes Gottes – für mich ein Ruf Gottes auch zur Predigt, dem ich gefolgt bin.

2006 durfte ich mit der Ausbildung zur Prädikantin in der Philippuskirche beginnen, die bis 2009 dauerte. Nach meiner Einsegnung wurde ich in die Segenskirche berufen. Als Ihre Prädikantin.

Daneben halte ich seit acht Jahren auch Gottesdienste in der Kirchengemeinde Lohmen/Bellin im Kirchenkreis Mecklenburg. Dort in der Nähe von Güstrow liegt das „Haus der Stille Bellin“, ein Ort geistlichen Lebens in der Nordkirche, wo ich ebenfalls engagiert bin.

Durch die Prädikantenzeit hat sich mein eigener geistlicher Weg vertieft. ZEN-Meditation in der Tradition von P. Lassalle SJ oder Tagzeitengebete prägen nun meinen Alltagsweg. Ein Weg, auf dem ich immer wieder meine Wurzeln in die Tiefe strecken durfte. Veränderungen geschahen, Aufbrüche auch in meinem Leben.

Gesegnet ist der Mensch, der auf den HERRN vertraut und dessen Vertrauen der HERR ist (Jer 17,7). Die Worte aus dem Buch des Propheten Jeremia zur Einsegnung begleiten mich in Zeiten der Freude und in Zeiten der Dürre. Ich kann dem Herrn beides anvertrauen und weiß mich bei Ihm geborgen. Dafür bin ich dankbar.

„Wir predigen nicht uns selbst“ (2. Korinther 4,5). Dies zu verdeutlichen, dafür ist der Talar eine gute Unterstützung. Als Prädikantin möchte ich Gottes Wort in den Mittelpunkt stellen. Gott allein kann uns Stärke und Zuversicht schenken. Von ihm her kommt auch die Freude dazu.

Ihre
Claudia Grabichler

 

 

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