Gemeindeausflug ins Kloster Nütschau

am Mittwoch, dem 24. September

9.00 Uhr:   Busabfahrt Haltestelle Barsbüttel Rathaus

10.00 Uhr: Ankunft und Begegnung mit einem Mönch, informatives Gespräch

  • 11.45 Uhr:  Mittagsandacht
  • 12.00 Uhr: Mittagessen
  • 13.00 Uhr: Zeit zur freien Verfügung
  • 14.30 Uhr: Kaffee und Kuchen.
  • 15.30 Uhr: Busabfahrt
  • 16.30 Uhr: Rückkehr nach Barsbüttel

Dieser Tagesausflug kostet pro Person 25,--Euro. Zu zahlen bei Anmeldung (bis 03.09.14) im Kirchenbüro dienstags oder freitags von 10.00 bis 12.00 Uhr oder bei Pastorin Erler.

Es stehen insgesamt 36 Plätze zu Verfügung.

Das Nütschauer Herrenhaus

Um das Jahr 830 wurde an der Trave eine Fliehburg errichtet, mit einem Erdwall umgeben und gesichert: die Nütschauer Schanze. Sie war Teil einer karolingischen Befestigungsanlage, die von der Elbe in nördlicher Richtung bis etwa Kiel reichte. Dieser "Limes Saxoniae" (Sachsenwall) trennte den westlichen, sächsischen Teil vom slawischen Ostteil des Landes, zudem bildete er den einzigen Traveübergang. Hier entstand schon bald ein Herrensitz, der Jahrhunderte später vom Grafen Heinrich Rantzau, einem bedeutenden Humanisten Schleswig-Holsteins, erworben wurde. Im Jahre 1577 begann er mit dem Bau des kleinen Wasserschlosses, dem "Castrum Nutzkow", das mit seinen drei Giebeln bis heute das Wahrzeichen Nütschaus ist und das in seiner äußeren Bausubstanz weitgehend unverändert auf uns gekommen ist.

Im 19. Jahrhundert wurde das Innere des Hauses - es hat bis zum Einzug der Mönche 28 Mal den Besitzer gewechselt - völlig umgestaltet. Das Dreigiebelhaus in seinen einfachen, edlen Proportionen, dessen mittlerer Giebel das charakteristische Türmchen aus dem Jahr 1792 trägt, hat hohen künstlerischen Rang. Am 3. Februar 1951, dem Fest des heiligen Ansgar, erwarb der für diese Region damals noch zuständige Bischof von Osnabrück das Gut Nütschau für die Benediktiner der Abtei Gerleve im Münsterland und vereinbarte mit ihnen: Nütschau wird - mit dem Namen "Haus St. Ansgar" - zunächst als Exerzitienhaus eröffnet.

Ziel war aber von Anfang an die Errichtung eines Klosters nach der Regel des heiligen Benedikt. Nach und nach ergänzten weitere Bauten das Ensemble: die heutige Bildungsstätte Haus St. Ansgar (1954/59), die Klosterkirche mit dem Stillen Bereich (1974), Speiseräume und Küche sowie das Haus Immanuel. Zusammen mit dem Jugendhaus St. Benedikt, dem neuen großen Konventgebäude (1998), dem renovierten Herrenhaus (2006) und den noch verbliebenen umliegenden Ländereien bilden sie das Erbe und den Auftrag eines Klosters ins dritte Jahrtausend. Wer hier lebt oder zu Gast ist, soll spüren, dass Gott den Menschen Hoffnung und Zukunft gibt.

 

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