Nun rückt sie immer näher, liebe Barsbüttlerinnen und Barsbüttler, meine Sabbatzeit!

Nanu, was ist das denn? Ich höre schon merkwürdige Gerüchte: ich würde Barsbüttel verlassen und ins Ausland gehen. Das ist so nicht wahr. Wahr ist: es gibt in unserer Nordkirche (vorher schon in Nordelbien) für PastorInnen die Möglichkeit, ein Vierteljahr eine Auszeit zu nehmen, frei nach dem Hape Kerkeling’schen Motto: „Ich bin dann mal weg!“

Und das 1.Quartal 2014 wird für mich so eine Auszeit sein: Abstand zu allem, was mich wie in einem Hamsterrad rotieren lässt, Muße für ein Stück Lebensbilanz, Zeit für Fragen (wo will ich mich noch hinentwickeln in den letzten Berufsjahren) und Anstöße (wer bin ich eigentlich ohne die Rolle „Pastorin“?) und inneres Ausmisten frei nach dem chinesischen Sprichwort: „Die Weisheit des Lebens besteht im Ausschalten der unwesentlichen Dinge.“

Das Sabbatjahr (englisch: „sabbatical“) bezeichnet ein im Alten Testament beschriebenes göttliches Gebot. Gott spricht: „....dann soll das Land dem Herrn einen Sabbat feiern, eine Ruhezeit. Sechs Jahre sollst Du Dein Feld besäen und sechs Jahre Deinen Weinberg beschneiden und die Früchte einsammeln. Aber im siebten Jahr soll das Land dem Herrn einen feierlichen Sabbat halten. Da sollst Du Dein Land nicht besäen und auch Deinen Weinberg nicht bearbeiten.“ (3.Mose 25, 1-4)

Nach 6 Jahren ein Jahr Pause zum Kraftschöpfen für Mensch, Natur, Vieh.

Ich bin nun schon gut 18 Jahre in Barsbüttel und habe nun die Chance, wenigstens für ein Vierteljahr „brach zu liegen“, um wieder neu zu Kräften zu kommen. Sabbatical, das ist keine Burnout-Therapie, eher Burnout-Prophylaxe, dass es gar nicht erst zu diesem kranken Erschöpfungszustand kommt. Jede und jeder, der diese Chance ergreift, bekommt in der Zeit eine/n Vertretungspastor/in gestellt, so dass man wirklich mit gutem Gewissen das Loslassen üben kann. Und jede/r Pastor/in kann die Zeit nach eigenem Gusto füllen. Beliebt sind der Jakobsweg in Spanien oder der Olofsweg in Norwegen; beliebt sind stille Zeiten in Klöstern, Malkurse oder Stimmtherapien. Rausfinden, was mir gut tut und meinen Glauben erfrischt, kann auch schon Aufgabe eines Sabbaticals sein.

2013 10 30 geistliche worte

Ich werde für 12 Wochen an die Westküste Schottlands gehen, raue Landschaften und stürmische Winterwinde auf mich wirken lassen, eintauchen in die englische Sprache, schottische Kultur und keltische Spiritualität. Ein (oder mehrere) Ausflüge nach Iona werden bestimmt auf dem Programm stehen.

In der Zwischenzeit wird mich hier in Barsbüttel Frau Pastorin Ursula Tröstler vertreten. Am 29. 12. können Sie mich in die Sabbatzeit verabschieden und am 5.1. 2014 die Vertretungspastorin, Frau Ursula Tröstler, willkommen heißen (beide Gottesdienste 11.00 Uhr!)

Frau Pastorin Tröstler wird für die Gemeinde mit all ihren Belangen da sein (siehe Rubrik „Wir sind für Sie da“, letzte Seite): Konfirmandenunterricht und Gottesdienste, Frauenhilfe und Geburtstagsbrunch, Krippengottesdienste und Taufen, Trauerfeier und Seelsorge u.v.a.m..

Herr Dr. Wietzke wird den KGR leiten (siehe Artikel: Neues aus dem Kirchengemeinderat).

Ich freu mich auf unser Wiedersehen ab dem 1. April und wünsche Ihnen mit Pastorin Tröstler eine gute und segensreiche Zeit.

Herzlichst Ihre Pastorin

Erler sign klein

 

Joomla templates by a4joomla