Gemeindebrief Dezember 2006 - März 2007 Gemeindebrief Dezember 2006 - März 2007

Von Engeln behütet

Es wird dir nichts Böses geschehen,

und dich wird nichts plagen.

Du wirst dich nicht verletzen,

deinen Fuß nicht an Steinen wund stoßen,

die im Wege liegen.

Denn Gott wird dich beschützen

 

mit den Flügeln seiner Engel.

Unter ihre Flügel kannst du flüchten,

wenn das Grauen der Nacht dich verfolgt;

und unter seine Fittiche dich bergen,

wenn die Pfeile des Tages dich jagen.

 

Denn Gott hat seinen Engeln

ans Herz gelegt, dass sie dich behüten,

dich umgeben und nie mehr verlassen

auf deinen Lebenswegen.

 

Und wenn es sein muss, tragen sie dich auf

Händen in den Zeiten, die für dich nicht zu

ertragen sind. Wenn deine Schritte müde

und dein Kopf schwer geworden,

dann helfen seine Engel dir wieder auf

und du wirst sehen, wie leicht dein Leben wird

 

Mit diesen Worten des 91. Psalmes wünsche

ich allen ein frohes und gesegnetes Neues Jahr.

Ihre Pastorin

Kerstin Schmidt-Soltau

Einladung zum Geburtstagsbrunch

Die Kirchengemeinde Barsbüttel lädt alle Menschen, die in den letzten drei Monaten Geburtstag hatten und 60 Jahre oder älter geworden sind, ganz herzlich zum Geburtstagsbrunch

am Sonnabend, dem 2. Dezember 2006

um 11.00 Uhr

(Ende gegen 13.00 Uhr)

ins Gemeindehaus der Segenskirche am Stiefenhoferplatz ein.

Jedes Geburtstagskind kann eine Begleitung (Freund, Freundin, Partner, Partnerin) mitbringen.

Damit wir fürs Buffet besser planen können, brauchen wir Ihre

Anmeldung bis zum 28. November

entweder im Kirchenbüro: 670 06 50 oder bei Frau Pastorin Erler: 675 908 12. Wir freuen uns auf Sie und einen gelungenen gemeinsamen Vormittag, mit dem wir Ihr neues Lebensjahr würdigen und feiern.

Herzliche Einladung zum

Eine-Welt-Gottesdienst

am 4. Februar 2007 um 11.00 Uhr

in der Segenskirche

Gemeinsam mit den Eine-Welt-Freunden der Auferstehungskirche in Oststeinbek wollen wir auch im neuen Jahr wieder zu diesem besonderen Gottesdienst zusammenkommen.

Das Thema wird sein:

Urwald wird abgeholzt - geht uns das was an?

Beleuchtet werden wird der Zusammenhang zwischen dem Papierkonsum hier bei uns, der Zerstörung des Regenwaldes auf der südlichen Erdhalbkugel und der weltweiten Klimaveränderungen.

Wie in den vergangenen Jahren laden wir ein zu Gottesdienst, Kirchenkaffee mit thematischem Vortrag und Diskussion und abschließender heißer Suppe. Dazu erwarten wir einen Gast von der Umweltschutzgruppe „Robin Wood“.

Jahreslosung 2007

Gott spricht: Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht.

Jesaja 43,19a

 
Gottes Handeln blüht unter uns auf wie eine zarte, unscheinbare Knospe. Unter uns erwächst Gottes Segen, von uns gar nicht beachtet. Einfach übersehen. „Erkennt ihr’s denn nicht?“ Nein, manchmal leben wir an Gottes Gnade einfach vorbei, sind gefangen in unseren Sorgen und Zweifeln. Die Jahreslosung 2007 lädt ein, der unsichtbar wirkenden Welt Gottes wieder mehr Vertrauen zu schenken. Lassen Sie uns einander aufmerksam machen auf die zarten Anfänge, mit denen Gott unser Leben verwandelt.

Liebe Barsbüttlerinnen und Barsbüttler,

2006-07_geistl_wort„Die Weisen aus dem Morgenland beten das Jesuskind an“ so heißt die abgebildete Szene des chinesischen Künstlers He Qi. Elemente seiner chinesischen Kultur machen diese Szene für unsere Augen neu und ungewöhnlich: Statt des Ochsen gesellt sich ein Pferd an die Seite des Esels, denn im Chinesischen heißt Krippe „Pferdetrog“. Im farbigen Original leuchtet Marias Kleid rot, in China die Farbe des Glücks. Ihre kleine blaue Schürze mit Blumenmuster erinnert an die Tracht einfacher Landfrauen. Auch die Weisen tragen typische Gewänder und Schuhe. Einer überreicht eine kostbare Vase: der darauf abgebildete Kranich wünscht langes Leben.

Hängen geblieben mit meinem Blick und meinem Herzen bin ich an dieser Krippenszene, weil etwas sonst wichtiges nur ganz am Rande angedeutet ist: die eigentliche Krippe. Stattdessen hat Maria ihren Sohn inniglich im Arm. Und ich finde: da gehört er hin! Mit der Krippe an sich, ihrer Bedeutung tu ich mich schwer. Seit jeher. Sicherlich: so steht es in der Bibel“…. und legte ihn in eine Krippe, denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.“ Aber: Ich glaub das einfach nicht!! Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Mutter ihr Neugeborenes auch nur aus der Hand gibt! Es gehört für mich an die Brust, vor den Bauch, nahe an Wärme, Haut und Duft der Mutter. Es gehört auf den Arm, in den Arm, es gehört getragen. In manchen Kulturen tragen Mütter ihre Kinder monatelang mit sich rum. Sie werden getragen, um Kraft und Liebe, Urvertrauen und Lebenstüchtigkeit aufzutanken. Wer erlebt hat wie es ist getragen zu sein, wird im Leben Andere und auch manchen Schicksalsschlag tragen können. Und da sollte ausgerechnet Jesus nicht getragen worden sein?

Ausgerechnet Jesus, der sich im Leben und im Sterben von Gott getragen wusste, sollte diese Urerfahrung bei seiner Mutter nicht gemacht haben dürfen?

Ausgerechnet Jesus, der in seinem Leben so viele Menschen durch ihre Fragen und Schicksale getragen hat, ausgerechnet Jesus, der unser aller Sünde am Kreuz trägt, soll selbst kein Getragener gewesen sein? „Liegt dort elend nackt und bloß in einem Krippelein“ auf dem Boden, auf Stroh meterweit weg von Marias Mutterherzen, wie viele uns vertraute Krippen es darstellen? Männliche Maler des Mittelalters mögen das ja so sehen, aber: ich glaub’s einfach nicht!

Doch manchmal da seh’ ich eine Krippenszene, wie diese chinesische, und mir geht das Herz auf: Maria hat Jesus im Arm! Dass Ihnen, egal aus welchem Grund, zu Weihnachten das Herz aufgehen möge wünscht Ihnen

Ihre Pastorin Erler

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