Geistliche Worte

Liebe Barsbüttlerinnen und liebe Barsbüttler,

warten, dass jemand kommt. Das Haus nicht mehr selbstständig verlassen können. Auf Hilfe angewiesen sein. Warten, dass jemand kommt. Nicht nur mit der notwendigen Spritze oder dem rezeptpflichtigen Medikament, sondern auch mit einem guten Wort. Überhaupt einem Wort von draußen ... von der Welt ... vom Alltag ... vom alltäglichen Leben, von dem, was da draußen los ist. „Gott sei dank kommt die Sozialstation zu mir“, sagen mir Menschen bei meinen Hausbesuchen, „sonst würde ich den ganzen Tag mit niemandem reden ... keinen Menschen zu Gesicht bekommen“.

„Die Sozialstation“, das sind gut 20 Mitarbeiterinnen mit unterschiedlichen pflegerischen Berufen und Aufgaben. Alles gesetzlich und tariflich geregelt  -  und doch so viel mehr! Ein Dienst am Menschen (wie gern würde ich die Sozialstation umtaufen in „Diakonie“-station!), der Not wendet, notwendig ist im wahrsten Sinne des Wortes. Der Leib und Seele gut tut und mit dem Alltagsleben draußen verbindet.

Warten, dass jemand kommt. Bald ist wieder Advent und wir alle üben uns in dem Gefühl zu warten. Warten, dass Gott in unser Leben kommt. Uns verbindet: nicht mit dem Alltagsleben draußen, sondern mit dem ewigen Leben, wie nur er es schenken kann. Angewiesen zu sein, dass er kommt  - sind wir alle. Mit seinem Trost, mit seinem Frieden, mit seinem Segen in unser unwirtliches Dasein. Als Jesus damals die Menschen seinerzeit besucht hat, brachte er ihnen etwas mit von diesem Gott, von seiner Güte und Menschenfreundlichkeit.

Die Mitarbeitenden unserer Sozialstation tun das auch. Sie verstehen ihren Dienst in der Nachfolge Jesu. Und das merkt man. Warten, dass jemand kommt. Das muss kein trauriges Gefühl sein, das kann auch ein Gefühl voll Vorfreude und Erwartung sein!

„Wussten Sie, dass schon die Nähe eines Menschen gesund machen, froh machen, gut machen kann?“ fragt Wilhelm Willems in seinem Gedicht „Die Nähe eines Menschen“ und weiter „ ..., dass Zeithaben für einen Menschen mehr ist als Geld, mehr als Medikamente, unter Umständen mehr als eine geniale Operation...?“

Warten, dass jemand kommt, der Zeit hat. Warten, dass Gott kommt. Dass seine Ewigkeit hineinbricht in unsere Zeit.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine gesegnete Adventszeit.

Ihre Pastorin

erler unterschrift klein

P.S.: Vielleicht mit Zeit für unseren lebendigen Advent?

....ab Sonntag 27. November
Eröffnung am 1. Advent mit
Budenzauber und Lichterglanz
um 18.00 Uhr !

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