Geistliche Worte

Liebe Barsbüttlerinnen und Barsbüttler,

wenn Sie diesen Gemeindebrief in Ihren Händen halten ist sie in vollem Gange: die Fußball-WM der Frauen!

„20elf von seiner schönsten Seite

-  the beautiful side of 20 eleven“  -

so heißt das offizielle Motto der WM.

Z. Zt. der Vorbereitung dieses Gemeindebriefes (Mitte Mai) ist von Vorfreude ... Aufregung ... Medienrummel ... Fußballfieber fast nichts zu spüren. Obwohl wir den Weltmeistertitel verteidigen werden, spielt Frauenfußball in der öffentlichen Wahrnehmung kaum eine Rolle. Das ist beim Männer-Fußball bekanntlich ganz anders. Schade. Denn Gott hat uns beide  -  Männer wie Frauen  -  geschaffen zu seinem Bilde (1.Mose) nur gemeinsam bilden wir das ab, wozu Gott unser Menschsein hier auf Erden bestimmt hat. Nur gemeinsam widerspiegeln wir etwas von Gottes Schöpfungswillen. Emanzipation der Geschlechter ist eigentlich nichts neues, sondern hat Jahrtausende alte, biblisch begründete Wurzeln. Gerecht und fair soll es zugehen nach den 10 Geboten und auch zwischen Männern und Frauen. Und die Frauen holen auf: in Schule und Universität, Beruf und Politik  -  überall sind sie am Ball. Auch im Fußball: in England schon seit 1894, bei uns hatte der DFB das „Fußballspielen mit Damenmannschaften“ noch 1955 offiziell verboten. Doch seit dem Gewinn der Fußball-WM 1954 schwappte die Fußballbegeisterung auch zu den Frauen und Mädchen über. Es ließ sich nicht von oben verbieten, was von unten mit Begeisterung wuchs –
auch und gerade gegen die Widerstände.

Inzwischen sind 10 % der Fifa-„Mann“schaften Frauenmannschaften, das klingt wenig, sind aber weltweit 32 Millionen Spielerinnen!  Und es werden immer mehr! So wie Katya aus dem Armenviertel von Costa Ricas Hauptstadt San José. Sie ist 18, hat keinen Schulabschluss und eine 1 ½ jährige Tochter. Sie gehört zu den besten Übungsleiterinnen des Brot-für-die-Welt Projektes: „Fußball für das Leben“. Faires und aggressionsfreies Spiel übt sie auf dem Platz und für das Leben. Selbstbewusstsein hat sie bekommen und durch den Fußball eine Struktur für den Alltag. Und inzwischen hat das Projekt auch ein Recycling-Center aufgebaut, wo Katya und andere Jugendliche ein bisschen Geld verdienen können. Sie blickt hoffnungsfroh und zuversichtlich in die Zukunft! Und Christen hier bei uns begleiten ihren Weg durch die Unterstützung von Brot für die Welt und Projekten wie „Kirche am Ball“ oder „Gottes Tor steht allen offen“.

Auch hier in Barsbüttel werden wir das eine oder andere Spiel gemeinsam gucken (public viewing wird zeitnah in Presse und Schaukasten angekündigt werden) und mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden einen Sonnabend mit Thema  „11 Freundinnen und 1 Ball“ gestalten! So wie der Fußball Nationen verbindet, tut es auch der Glaube: und so freue ich mich wieder einmal die Welt zu Gast zu haben bei uns zu Fairness und Spiel, Lebensfreude und internationaler Gemeinschaft, getreu dem Schöpfungsmotto: Gemeinsam sind wir  -  Männer und Frauen  -  Gottes Ebenbild!

Ich wünsche Ihnen viel Freude und spannende Fernseh-Begegnungen zur Fußball-WM der Frauen!

Herzlichst Ihre Pastorin

Erler_sign

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