Kirchen-Kaffee-Küster-Kreis

K – K – K – K

Wer in unserer Segenskirche regelmäßig ein- und ausgeht,  kennt natürlich die vier K’s: Seit September 1998 gibt es diesen Kirchen-Kaffee-Küster-Kreis. Es handelt sich um eine „stille“ Gruppe von 14 ehrenamtlich tätigen Frauen und Männern, die unermüdlich und zuverlässig wirken und dabei nie im Vordergrund stehen, jedoch vielzählige Aufgaben gewissenhaft wahrnehmen. An den Sonn- und Feiertagen bereiten jeweils zwei KüsterInnen den Kirchenraum für den Gottesdienst vor und sind ebenfalls an der Gestaltung des Gottesdienstes beteiligt. Anschließend sorgen sie dafür, dass die Besucher nach dem Gottesdienst  bei Kaffee, Tee und Keksen in geselliger Runde ins Gespräch kommen.

Unsere KüsterInnen wissen genau, wer wann was zelebriert, was herausgelegt wird,  welche Kerzen angezündet werden,  welche Bücher und liturgischen Geräte vorhanden sein müssen. Sie leben mit dem Kirchenjahr und dem gottesdienstlichen Geschehen, seien es die Gemeindegottesdienste an den Sonntagen, eine Taufe oder Hochzeit. Und das tun sie ehrenamtlich seit vielen Jahren für unsere Segenskirche und deren Mitglieder. Dafür gebührt ihnen Lob und Anerkennung! Wenn ich sonntags in die Kirche gehe, werde ich stets freundlich begrüßt, erhalte das Gesangbuch oder einen Liedzettel und manchmal auch eine Karte mit einem besonderen Motiv, das
Thema der Predigt ist.

Wer denkt, dass der Dienst unserer KüsterInnen „nur“ ein „Job“ ist, der irrt. Es ist schon eine Art Berufung und natürlich die Liebe zu der verantwortungsvollen und vielfältigen Aufgabe.  Dies spüren wohl alle Besucher an der Atmosphäre in unserer Segenskirche.

Woher kommt eigentlich das Wort „Küster“? 

Die offizielle Berufsbezeichnung lautet seit 1965 „Sakristan“, im Sprachgebrauch ist die Bezeichnung Küster allerdings noch üblich und kommt aus dem Lateinischen „custos altaris“ und bedeutet „Wächter“. Der Küsterdienst ist ein geistliches Amt und entwickelte sich aus dem Diakonenamt.  Auch wenn es sich um ein geistliches Amt handelt, gehört herzhaftes Anpacken drinnen und draußen mit zu den Aufgaben der KüsterInnen.

Der Beruf des Küsters bzw. der Küsterin gehört zu den sogenannten Erwachsenenberufen. Dies bedeutet, dass der/die KüsterIn über Lebenserfahrung verfügen muss, die durch charakterliche Entwicklung sowie eine Ausbildung in einem Lehrberuf erworben wurde. Für die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Gruppen und Kreisen, den Besuchern, Gästen und Teilnehmern der Gottesdienste und kirchlichen Veranstaltungen ist gute Kontaktfähigkeit eine wichtige Voraussetzung. Dazu gehören entsprechende Umgangsformen, Hilfsbereitschaft, Einfühlungsvermögen und Urteilskraft sowie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Verschwiegenheit und eine christliche Lebensweise. Außerdem sind Entscheidungsfähigkeit im Rahmen der Aufgabenübertragung und selbständiges Arbeiten selbstverständlich.

Unsere KüsterInnen tragen durch ihren ehrenamtlichen Dienst stets dazu bei, dass sich die Gemeinde als Gottesfamilie mit Freude zu ihren Gottesdiensten, Veranstaltungen und Festen versammeln kann.  Dafür ein herzliches Dankeschön und weiterhin viel Freude an der verantwortungsvollen Aufgabe.

Wenn auch Sie sich angesprochen fühlen, im Kirchen-Kaffee-Küster-Kreis mitzuwirken, sind Sie herzlich willkommen. Gerne können Sie nach dem Gottesdienst eine/n KüsterIn ansprechen oder Sie melden sich bei Frau Ingrid Pfeifer (670 20 59) die Ihnen auch alle offenen Fragen beantworten kann.

Brigitte Schroeder

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