Gemeindebrief Juli - Oktober 2010 Gemeindebrief Juli - Oktober 2010

Liebe Barsbüttlerinnen und Barsbüttler,

wenn Sie diesen Gemeindebrief in den Händen halten, ist in Südafrika die Fußball-WM in vollem Gange. Ob wir noch dabei sind? Während ich diese Zeilen schreibe, schmücken sich gerade die ersten Autos mit schwarz-rot-goldenen Fahnen. So mancher Fußball-Fan ergreift die Chance seines Lebens und reist nach Südafrika (auch einer unserer Kirchenvorsteher ist dabei!) Südafrika ist genauso fußballverrückt wie wir, doch es ist mehr als nur das Gastgeberland für die Weltmeisterschaft. Es ist ein Land voller Gegensätze, reich und arm, schön und voller sozialer Probleme, alt und neu, fremd und nah. Es ist durch viele kirchliche (und andere) Partnerschaften mit Deutschland verbunden. Besonders auch durch „Brot-für-die-Welt“. Vielleicht motivieren Sie die Fernsehbilder aus Südafrika, mal mit dem einen oder anderen Projekt Bekanntschaft zu machen (www.brot-fuer-die-welt.de). Wer weder Zeit noch Geld hat ans Kap der guten Hoffnung zu reisen, kann über den „Club der guten Hoffnung“ Afrika erleben:

Südafrika ist ein Land das Sehnsüchte weckt und Menschen begeistert. Die Landschaft ist überwältigend schön und die Gastfreundschaft einzigartig. Doch wer genauer hinsieht, stößt auf die Kinder und Jugendlichen, deren Leben bestimmt wird von Armut, HIV/Aids und zerrütteten Familienverhältnissen. Die Erben der Apartheid leiden unter einer „Unkultur der Gewalt“, die weitere Probleme wie Kriminalität und auf der Straße lebende Kinder nach sich zieht. Der Club der guten Hoffnung möchte mithelfen, dass Menschen in Südafrika und Deutschland einander näherkommen, dass sie voneinander lernen und dadurch gemeinsam eine bessere, gewaltfreie Welt gestalten.

Der Club der guten Hoffnung fördert den interkulturellen Austausch und die Begegnung zwischen Südafrika und Deutschland. Die Club-Mitglieder sind Teil einer Gemeinschaft, der das Wohl der Anderen am Herzen liegt  -  sie übernehmen gesellschaftliche Verantwortung.Helfen ist keine Einbahnstraße! Aktiv zu sein und gemeinsam mit anderen etwas Gutes zu tun macht Spaß. Jede und jeder kann etwas bewegen  -  alleine oder besser in der Gemeinschaft. Werden Sie Mitglied im Club der guten Hoffnung und setzen Sie etwas in Gang.

Anregungen und Informationen finden Sie in der Fankurve unter:

www.club-der-guten-hoffnung.de

Reisen ist nicht nur ein Aufbruch mit den Füßen, sondern vor allen Dingen auch mit dem Herzen. Lassen Sie sich einladen zu unseren kleinen Reiseangeboten (Reise in die Natur und Reise in die Vergangenheit) oder erleben Sie nach, was Gudrun Kreplin von ihrer Reise nach Indien berichtet. Wohin Sie auch reisen in diesem Sommer (innerlich oder äußerlich): Gottes
Segen begleite Sie und vielleicht ein kleines Lied auf den Lippen:

„Vertraut den neuen Wegen auf die uns Gott gesandt.

Er selbst kommt uns entgegen. Die Zukunft ist sein Land.

Wer aufbricht, der kann hoffen in Zeit und Ewigkeit.

Die Tore stehen offen. Das Land ist hell und weit.“

Herzlichst Ihre Pastorin

Erler_sign_klein

Gedanken zum Reisen…

machte sich schon Aristoteles. Für ihn war das Reisen eine Suche nach dem Glück. Und das suchen wir alle, wenn wir unsere Koffer packen und uns aufmachen, unsere Ferien woanders zu verbringen. Die Einen zieht es auf ein Kreuzfahrtschiff, denn die Ferien sollen stressfrei verbracht werden. Die Anderen steigen auf die Berge, um sich zu beweisen wie fit sie sind. Manche suchen die Stille in einem abgelegenen Kloster oder – was sehr „in“ ist – machen eine Pilgertour. Wieder andere wollen in ihrer freien Zeit nur in der Sonne liegen und  -  einfach nichts tun.

Ideen und Fantasien beflügeln auch mich hin und wieder zu spontanen und manchmal sogar absurd teuren und oft sehr unbequemen Unternehmungen. Es war (k)ein Sylvesterscherz, der mich eine Reise nach Indien buchen ließ und schon genau 10 Tage später saß ich im Flugzeug. Ich hatte dabei weniger Palmen und Sonne im Kopf, als die Erinnerung an eine Reise, die ich vor fünf Jahren gemacht hatte. Denn nach dieser Reise war nichts mehr wie zuvor. Damals brachte ich beängstigende Eindrücke von Armut und Krankheit mit und ich war den Fluten des Tsunami um ein Haar entgangen. Dankbarkeit, mit heiler Haut davongekommen zu sein, verblasst irgendwann, aber es blieb die Neugierde, zu sehen, was sich im Land zwischenzeitlich getan hat, wie die Menschen heute leben, wo das Wasser des Ozeans vor nicht allzu langer Zeit Opfer gefordert hatte.

Voller Erwartungen erreichte ich das Land und fand... Normalität und menschliche Alltagsprobleme. Aber ich war doch auf der Suche, auf der Suche nach dem Unvorstellbaren, dem damaligen Grauen. Und ich musste lange suchen. Hier und da fand ich ein Fischerboot, dass Menschen aus Hessen gespendet hatten. Hinter den Netzen entdeckte ich Häuser, an denen ab und an ein Schild hing, welches darauf hinwies, dass Deutsche es gespendet hatten. Oft lagen sie herum, die neuen, bunten ungewohnten Boote, die Treibstoff für die Motoren brauchen, die Lärm und Gestank verbreiten, während die Fischer weiterhin mit ihren traditionellen hölzernen Booten auf das Meer hinausfuhren. Es machte mich nachdenklich, denn der Fang war gering, aber die Menschen wirkten so überaus zufrieden. Mehr brauchten sie nicht? Ist unsere Hilfe, so gut sie auch gemeint ist, so großzügig sie auch ausfällt, oft ein gutes Ruhekissen für uns selbst? Nur so ist es zu erklären, dass sich die Spender oft namentlich verewigt hatten, denn einem tamilischen Fischer ist nicht bekannt, wo Hessen liegt. Auch seiner Frau ist es völlig egal, ob der Spender ihres neuen Hauses nun Schulze, Meier oder Schmidt heißt. Sie ist einfach dankbar für die Hilfe, wieder ein Dach über dem Kopf zu haben.
Viele, um nicht zu behaupten  - alle Menschen dort -  schöpfen ihre Kraft aus ihrem Glauben, egal ob Hindus, Buddhisten, Muslime oder eben Christen. Und sie leben diesen Glauben mit Inbrunst. Da geht es oft laut her, manchmal für europäische Ohren und Augen auch skurril, aber sehr lebendig. Sie alle leben ein Gottvertrauen, dass zur Nachahmung empfohlen werden kann. Dabei leben diese Menschen beileibe - auch heute noch -  nicht auf der Sonnenseite.

Ich wünsche Ihnen, liebe Leser, eine erholsame Urlaubszeit, interessante Eindrücke, eine gesunde Rückkehr und dass Sie viele neu gewonnene Erkenntnisse in Ihren hiesigen Alltag übernehmen mögen.

Gudrun Kreplin

Verreisen mit uns!

.... eine Reise in die Natur:

am 25.07.2010 um 11.00 Uhr  -  Abfahrt Segenskirche
zum Open Air-Gottesdienst an der alten Badeanstalt in Stellau, mit Fahrrädern und Autos machen wir uns auf den Weg und bringen etwas fürs Picknick mit.

.... eine Reise in die Vergangenheit:

Gemeindeausflug

Sonntag 12. September 2010

  • 11.00 Uhr  Gottesdienst in der Segenskirche
  • 12.00 Uhr  Abfahrt des Busses vor der Segenskirche
  • 13.00 Uhr  Mittagessen „Gaststätte Sibirien“ Elmshorn
  • 15.00 Uhr  Besuch des Industriemuseums Elmshorn, „Führung mit allen Sinnen“ und Kaffeepause
  • 17.30 Uhr  Andacht in der St. Nikolaikirche Elmshorn
  • 18.00 Uhr  Rückfahrt nach Barsbüttel
  • Gelegenheit zum gemeinsamen Abendbrot (freiwillig und auf eigene Kosten)

Im Preis von € 25,00 sind enthalten: Busfahrt, Mittagessen, Besuch des Industriemuseums Elmshorn „Führung mit allen Sinnen“ und Kaffeetrinken. Anmeldeformulare und Menüauswahl erhalten Sie ab 13. August im Kirchenbüro und auf dem Schriftenständer der Segenskirche.

Einladung zum Geburtstagsbrunch

Die Kirchengemeinde Barsbüttel lädt alle Menschen, die in den Monaten Juli, August und September Geburtstag hatten und 60 Jahre oder älter geworden sind, ganz herzlich zum Geburtstagsbrunch

am Sonnabend, dem 09. Oktober 2010

um 11.00 Uhr

(Ende gegen 13.00 Uhr)

ins Gemeindehaus der Segenskirche am Stiefenhoferplatz ein. Jedes Geburtstagskind kann eine Begleitung (Freund, Freundin, Partner, Partnerin) mitbringen. Damit wir fürs Buffet besser planen können, brauchen wir Ihre Anmeldung bis zum 05. Oktober: entweder im Kirchenbüro: 670 06 50oder bei Frau Pastorin Erler: 675 908 12

Wir freuen uns auf Sie und einen gelungenen gemeinsamen Vormittag, mit  dem wir Ihr neues Lebensjahr würdigen und feiern.

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