Liebe Barsbütteler und Barsbüttelerinnen,

Dieser Gemeindebrief ist anders: er hat ein Schwerpunktthema! Alles dreht sich um den Begriff

GESUNDHEIT!

In den nächsten 3 Jahren wird das Thema „Gesundheit“ uns als Kirchen-gemeinde im Besonderen begleiten. Als Trägerin einer Sozialstation und eines Hauses mit verschiedenen „Gesundheitsangeboten“ (Arztpraxis, DRK, Suchtberatung, behütetes Wohnen, Kinder- und Jugendtherapiepraxis) begrüßen wir es sehr, dass evangelische und katholische Kirche gemeinsam
die nächsten 3 Jahre unter das Motto

„Gesund oder krank  - von Gott geliebt“


gestellt haben. Dabei hat jedes Jahr noch sein Unterthema:

  • 2008    -  Gesundheit – höchstes Gut?
  • 2009    -  Leben mit Gesunden und Kranken
  • 2010    -  Wie viel Gesundheit braucht der Mensch?

Alle drei Themen wollen wir mit einem Veranstaltungsangebot begleiten.

Im Juni war dazu schon das Frauenfrühstück der Beginn einer hoffentlich fruchtbringenden und interessanten Auseinandersetzung mit diesem Themenkreis. Schon die Bibel stellt Heilungserfahrungen des Gesundwerdens in körperlich – seelischer und geistig – geistlicher Hinsicht in den Mittelpunkt vieler Geschichten. Ursache allen „Heilwerdens“ ist immer Gottes Handeln und deshalb ist „Heil“ auch mehr, als was wir als „gesund“ bezeichnen würden. Heil-sein, das ist völliger Einklang mit sich selbst, mit anderen, mit Gott.

Eine Erfahrung, die nur als kostbarer Lebensmoment, als Geschenk Gottes erlebbar ist. Machbar ist dieses Heil bei aller menschlich-medizinischer Kunst nicht. Dennoch gehört heilendes Tun und befreiendes Reden in die Mitte der christlichen Botschaft.

Jesus selbst gibt uns den Auftrag: „Heilt die Kranken, tröstet die Traurigen, weckt die Toten auf“ (Matthäus 10,8). Auf dem Weg hin zu Gottes Heil sind wir aufgefordert, so viel wie möglich für’s Wohlbefinden der uns anvertrauten Menschen zu tun. Dazu gehören medizinisches Handeln genauso wie Gebet und Seelsorge. Und das alles im Horizont der Demut: die ganzheitliche Gesundheit gibt es nicht! Menschen sind endliche, vergängliche Wesen, unterworfen einer entfremdeten Existenz und angewiesen auf Gottes Versöhnung und Heil. Für Christen ist Gottes heilendes und versöhnendes Handeln das Wichtigste im Leben  -  nicht Gesundheit. Auf dem Hintergrund christlichen Gottvertrauens lässt sich unser modernes Gesundheitsstreben durchaus kritisch sehen; um mit Manfred Lütz zu sprechen „nichts ist so krank wie unser Streben nach Gesundheit“. Mit unserem Jahresthema 2008 „Gesundheit – höchstes Gut?“ wollen wir eine Debatte anstoßen, die bei jedem Einzelnen beginnt. Was ist für mich das höchste Gut in meinem Leben? Was bin ich bereit, für meine Gesundheit zu zahlen? Unter www.woche-fuer-das-leben.de können Sie sich an dieser Diskussion beteiligen und die Meinungen anderer Menschen erfahren.

Ihre Pastorin Sabine Erler

Joomla templates by a4joomla