Gemeindebrief Juli - Oktober 2008 Gemeindebrief Juli - Oktober 2008

Gesundheit  -  höchstes Gut?

Zu einem Lektürekurs zum obengenannten Jahresthema lädt die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Barsbüttel herzlich ein. Gelesen und besprochen wird das Buch: „Lebenslust“ von Manfred Lütz (ISBN 3-426-77695-2 für € 8,90)

  • am 29. Oktober um 19.30 Uhr:
Macht und Geheimnis der Gesundheit
  • am 12. November um 19.30:
Von der Rettung der Gesundheit
  • und am 26. November um 19.30 Uhr:
 Lebenslust  -  ohne Risiken und Nebenwirkungen


Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten sich das Buch vorher besorgt haben und das Kapitel A gelesen haben.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bekanntmachung

In der Zeit vom 7. August bis zum 11. September 2008 liegt, gemäß Beschluss des Kirchenvorstandes der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Barsbüttel vom 25.06.2008, die Kindertagesstättensatzung für die Kindertagesstätte der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Barsbüttel, nach Art. 15 Abs. 1 Buchst. I) der Verfassung der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche sowie die Kindertagesstättengebührensatzung der evangelischen Kindertagesstätte Waldenburger Weg der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Barsbüttel, nach Art. 2 Abs. 2 des Vertrages zwischen dem Land Schleswig-Holstein und den evangelischen Landeskirchen in Schleswig-Holstein, in der Kindertagesstätte Waldenburger Weg 2 und im Kirchenbüro Stiefenhoferplatz 3, zur Einsicht öffentlich aus.

Liebe Barsbütteler und Barsbüttelerinnen,

Dieser Gemeindebrief ist anders: er hat ein Schwerpunktthema! Alles dreht sich um den Begriff

GESUNDHEIT!

In den nächsten 3 Jahren wird das Thema „Gesundheit“ uns als Kirchen-gemeinde im Besonderen begleiten. Als Trägerin einer Sozialstation und eines Hauses mit verschiedenen „Gesundheitsangeboten“ (Arztpraxis, DRK, Suchtberatung, behütetes Wohnen, Kinder- und Jugendtherapiepraxis) begrüßen wir es sehr, dass evangelische und katholische Kirche gemeinsam
die nächsten 3 Jahre unter das Motto

„Gesund oder krank  - von Gott geliebt“


gestellt haben. Dabei hat jedes Jahr noch sein Unterthema:

  • 2008    -  Gesundheit – höchstes Gut?
  • 2009    -  Leben mit Gesunden und Kranken
  • 2010    -  Wie viel Gesundheit braucht der Mensch?

Alle drei Themen wollen wir mit einem Veranstaltungsangebot begleiten.

Im Juni war dazu schon das Frauenfrühstück der Beginn einer hoffentlich fruchtbringenden und interessanten Auseinandersetzung mit diesem Themenkreis. Schon die Bibel stellt Heilungserfahrungen des Gesundwerdens in körperlich – seelischer und geistig – geistlicher Hinsicht in den Mittelpunkt vieler Geschichten. Ursache allen „Heilwerdens“ ist immer Gottes Handeln und deshalb ist „Heil“ auch mehr, als was wir als „gesund“ bezeichnen würden. Heil-sein, das ist völliger Einklang mit sich selbst, mit anderen, mit Gott.

Eine Erfahrung, die nur als kostbarer Lebensmoment, als Geschenk Gottes erlebbar ist. Machbar ist dieses Heil bei aller menschlich-medizinischer Kunst nicht. Dennoch gehört heilendes Tun und befreiendes Reden in die Mitte der christlichen Botschaft.

Jesus selbst gibt uns den Auftrag: „Heilt die Kranken, tröstet die Traurigen, weckt die Toten auf“ (Matthäus 10,8). Auf dem Weg hin zu Gottes Heil sind wir aufgefordert, so viel wie möglich für’s Wohlbefinden der uns anvertrauten Menschen zu tun. Dazu gehören medizinisches Handeln genauso wie Gebet und Seelsorge. Und das alles im Horizont der Demut: die ganzheitliche Gesundheit gibt es nicht! Menschen sind endliche, vergängliche Wesen, unterworfen einer entfremdeten Existenz und angewiesen auf Gottes Versöhnung und Heil. Für Christen ist Gottes heilendes und versöhnendes Handeln das Wichtigste im Leben  -  nicht Gesundheit. Auf dem Hintergrund christlichen Gottvertrauens lässt sich unser modernes Gesundheitsstreben durchaus kritisch sehen; um mit Manfred Lütz zu sprechen „nichts ist so krank wie unser Streben nach Gesundheit“. Mit unserem Jahresthema 2008 „Gesundheit – höchstes Gut?“ wollen wir eine Debatte anstoßen, die bei jedem Einzelnen beginnt. Was ist für mich das höchste Gut in meinem Leben? Was bin ich bereit, für meine Gesundheit zu zahlen? Unter www.woche-fuer-das-leben.de können Sie sich an dieser Diskussion beteiligen und die Meinungen anderer Menschen erfahren.

Ihre Pastorin Sabine Erler

"Hauptsache gesund"

Eine persönliche Darstellung von Eva Leitinger

„Hauptsache gesund“  - wie sehr ich diesen Satz hasse! Wenn das die Hauptsache wäre, müsste ich den ganzen Tag Trübsal blasen und mein Leben hätte keinen Sinn  -  keine „Hauptsache“  -  mehr. Oder noch nie gehabt. Ich habe einen angeborenen Herzfehler, deswegen bisher sechs Operationen hinter mir und noch einige andere Krankheiten dazubekommen. Da bleibt von Gesundheit als „Hauptsache“ nicht viel übrig. Was die sechste Herzoperation hätte bedeuten können, war uns allen klar. Es gibt schließlich nicht viele Überlebende nach sechs Herzoperationen und ich habe leider schon einige herzkranke Freunde und Freundinnen verloren. Aber dass auch ich sterben könnte und jeder Augenblick ein besonderes Geschenk an mich ist, weiß ich eigentlich schon seit meiner Kindheit. Nun ist es nicht so, dass ich nie Angst habe oder jammere, doch ist da in mir diese glucksende Lebensfreude und dieses wunderbare Genussgefühl, jeden Tag erleben zu dürfen. Die Erwartungshaltung der Menschen an die Ärzte und an die Medizin lässt mich oft den Kopf schütteln. Manchmal glaube ich fast, in Deutschland darf man nicht mehr sterben, ohne mindestens einmal reanimiert zu werden. Behinderte Kinder zu bekommen, ist fast unanständig, denn die sind ja nicht „Hauptsache gesund“. Doch eigentlich empfinde ich mich mit meiner Behinderung als viel glücklicher und zufriedener als die meisten tatsächlich körperlich Gesunden.

Einladung zum Geburtstagsbrunch

Die Kirchengemeinde Barsbüttel lädt alle Menschen, die in den letzten drei Monaten Geburtstag hatten und 60 Jahre oder älter geworden sind, ganz herzlich zum Geburtstagsbrunch

am Sonnabend, dem 4. Oktober 2008
um 11.00 Uhr
(Ende gegen 13.00 Uhr)

ins Gemeindehaus der Segenskirche am Stiefenhoferplatz ein. Jedes Geburtstagskind kann eine Begleitung (Freund, Freundin, Partner, Partnerin) mitbringen.Damit wir fürs Buffet besser planen können, brauchen wir Ihre Anmeldung bis zum 30. Sept. entweder im Kirchenbüro: 670 06 50 oder bei Frau Pastorin Erler: 675 908 12

Wir freuen uns auf Sie und einen gelungenen gemeinsamen Vormittag, mit dem wir Ihr neues Lebensjahr würdigen und feiern.

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