Gemeindebrief Herbst 2007 Gemeindebrief Herbst 2007

Unsere Sozialstation

2007-08-28-sozialstation

Die Sozialstation Barsbüttel ist den meisten von Ihnen bekannt. Sie kennen vielleicht unsere Mitarbeiterinnen, haben unsere Autos im Ort gesehen oder sogar schon unsere Hilfe in Anspruch genommen.

Die Sozialstation wächst, das zeigt sich an der Zahl der Pflegekunden aber auch an einer steigenden Zahl von Mitarbeiterinnen. Zur Zeit betreuen wir ungefähr 70 Pflegekunden. Unser Angebot an Hilfen ist vielfältig. Es reicht von der Körperpflege bis zur medizinischen Versorgung wie z.B. Medikamente geben, Injektionen und Wundverbände. Hierbei arbeiten wir immer eng mit den behandelnden Ärzten sowie Kooperationspartnern wie Sanitätshäusern und Apotheken zusammen.

Wir bringen Essen auf Rädern für unsere Pflegekunden, bieten einen Fahrdienst an, übernehmen die Versorgung während der Urlaubszeit oder Abwesenheit der Angehörigen und vieles mehr.

In den Haushalten, in denen Angehörige die Pflege selbst übernehmen und dafür Geldleistungen von der Pflegekasse erhalten, führen wir 2-4 mal im Jahr so genannte Beratungsbesuche durch.

Wenn Sie Hilfe bei der häuslichen Versorgung benötigen oder sich unverbindlich beraten lassen möchten, rufen Sie uns an oder kommen persönlich vorbei.

Wir suchen dann gemeinsam nach einer individuellen Lösung für Sie.

Einladung zum Geburtstagsbrunch

Die Kirchengemeinde Barsbüttel lädt alle Menschen, die in den letzten drei Monaten Geburtstag hatten und 60 Jahre oder älter

geworden sind, ganz herzlich zum Geburtstagsbrunch

am Sonnabend, dem 8. September 2007

um 11.00 Uhr

 (Ende gegen 13.00 Uhr)

ins Gemeindehaus der Segenskirche am Stiefenhoferplatz ein. Jedes Geburtstagskind kann eine Begleitung (Freund, Freundin, Partner, Partnerin) mitbringen.

Damit wir fürs Buffet besser planen können, brauchen wir Ihre

Anmeldung bis zum 4. September

entweder im Kirchenbüro: 670 06 50 oder bei Frau Pastorin Erler: 675 908 12.

Wir freuen uns auf Sie und einen gelungenen gemeinsamen Vormittag, mit dem wir Ihr neues Lebensjahr würdigen und feiern.

Lebendiger Adventskalender

Wer hat Lust mitzumachen und der Adventszeit eine besondere

Note zu geben durch einen gemeinsamen

beweglichen Adventskalender ? !

Wir suchen Menschen (Familien, Einzelne, Paare) die einmal in den Adventswochen vor ihrer Haustür um 18.00 Uhr zu Andacht, Tee und Gebäck einladen!

Für die Andacht gibt es Hilfestellung von Frau Pastorin Erler, für den gemeinsamen heißen Tee bringt jede/r einen Becher mit, so dass die Gastgeberrolle wirklich Freude macht und nicht stressig ist. Schon im Schon im vorigen Jahr haben wir mit dieser lebendigen und öffentlichen Form der gemeinsamen Wertschätzung des Advents sehr gute Erfahrungen gemacht.

Advent kann so viel mehr sein, als Hektik und Kaufrausch, aber familiäre Rituale der Besinnung sind mehr und mehr im Schwinden. Viele Menschen sehnen sich nach neuen Ritualen  -  aber allein welche erfinden? Wie soll das gehen? Gemeinsam geht’s!

Melden Sie sich mit Ihrem Wunschtermin (1. – 23.12.) bis zum 10. November bei Pastorin Erler (Tel. 675 908 12 oder per Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) an, damit rechtzeitig im Ort

für unseren beweglichen Adventskalender geworben werden kann!

Erste Schritte

Endlich konnte es losgehen  -  die ersten Kinder der neu eingerichteten Krippe kamen zur Eingewöhnung, zunächst war vieles noch provisorisch, noch nicht ganz fertiggestellt. Der Tischler war in den ersten Wochen ein häufiger Gast. Ganz behutsam soll die Eingewöhnung gelingen. Dazu müssen sich die Eltern in den ersten Wochen viel Zeit mitbringen. Es trennen sich nicht nur die Kinder von den Eltern sondern auch anders herum, was vielen Eltern schwer fällt.

Die Gruppe ist auf zehn Kinder begrenzt, betreut von zwei pädagogischen Kräften, so sieht es das Kindertagesstättengesetz vor.

Zur Zeit werden Kinder im Alter von sechs Monaten bis zweieinhalb Jahren betreut. Grundsätzlich ist eine Betreuung ab acht Wochen möglich. Alle Eltern, die ihre Kinder hier untergebracht haben, haben hierfür einen gewichtigen Grund. Die Plätze werden nur an Berufstätige, Alleinerziehende oder in Ausbildung befindliche Eltern vergeben. Die Öffnungszeit von 7.00 Uhr bis 17.00 Uhr ist speziell auf diese Personengruppe zugeschnitten.

Während des Tages wird den Kindern ein abwechslungsreiches Programm geboten. Sie lernen mit anderen Kindern zu spielen, sie lernen voneinander und damit auch schneller. Besonderer Wert wird auf die Sprachentwicklung gelegt, einfache Reime oder das gemeinsam gesprochene Tischgebet legen hier die ersten Grundsteine. Die im Laufe der Zeit gemachten Beobachtungen werden für jedes Kind dokumentiert und bilden die Grundlage für die Entwicklungsgespräche mit den Eltern.

So schön eine gelungene Betreuung für die jüngsten Kinder auch ist, die Freude ist groß, wenn die Kinder am Nachmittag von ihren Eltern abgeholt werden.

Bald wird die Krippe wieder eine kleine Baustelle, wenn die Räume für die zweite Gruppe hergerichtet werden, die im September starten soll.

Jens Kähler

Liebe Barsbüttelerinnen und Barsbütteler, liebe Freunde und Freundinnen der Segenskirche,

 

heutzutage nicht wegzudenken vom typisch deutschen Mittagessen ist die Kartoffel. Das war nicht immer so. Die Urheimat der Kartoffel liegt in den Hochländern Südamerikas. Nach Deutschland wurde die Pflanze erst um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert gebracht. Die Knolle beachtete allerdings niemand. Die Pflanze war begehrt wegen der hübschen Blüten und des üppigen Laubes. Sie war eine viel bestaunte Attraktion in den Gärten der damaligen Zeit. Nur wenige erkannten in der 2ten Hälfte des 18. Jahrhunderts den Wert der Knolle  -  einer Wurzelverdickung  -  als Nahrungsmittel.

Zu diesen wenigen gehörte Friedrich der Große. Sein fortschrittlicher Geist erkannte nach dem 7jährigen Krieg den ungeheuren Nährwert der Kartoffel und ihrer Möglichkeit, die Not leidende Bevölkerung mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Seiner Zeit voraus, wandte er einen Trick an, um dieses neue, nicht akzeptierte Nahrungsmittel unters Volk zu bringen: er legte in seinem Schlosspark ein Kartoffelfeld an und verkündete, diese köstlichen Knollen seien nur für ihn, den König! Er ließ den Acker sogar bewachen, aber nur zum Schein! Und richtig, die Neugierde der Menschen war geweckt, sie wollten auch von des Königs köstlichen Knollen essen und einige trauten sich als Diebe aufs Feld. Die Bewacher schauten ordnungsgemäß weg und die Kartoffel fand ihren Weg als Volksnahrungsmittel. Nicht wegzudenken aus unseren alltäglichen Speiseplänen heute. Manchmal fängt klein, listig, skurril, etwas Neues an und verändert Menschenleben zum Besseren hin. Im eigenen Garten Kartoffeln zu  ernten, macht heute Spaß  -  war aber nach dem 2. Weltkrieg ein Über-Lebensmittel!

Die Zeichen der Zeit, Neuerungen, Fremdes  -  wir erkennen nicht immer seinen Wert und die innewohnenden Chancen. Wo viele skeptisch sind, sieht vielleicht einer nur das zukünftige Potential. Die Geschichte der Kartoffel  -  ein modernes Gleichnis für die Entwicklung von Kirche und Gesellschaft, technischem Fortschritt und Klimawandel. Die Geschichte der Kartoffel  -  auch Anlass sich noch mal  der  Jahreslosung  2007 zu erinnern.  Durch den Mund  des

Propheten Jesaja spricht Gott zu uns:

„Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt Ihr’s denn nicht?“

Vielleicht haben Sie Lust ein neues Fest mit uns zu feiern:

am 7. Oktober um 17.00 Uhr feiern wir Gottesdienst mit anschließendem Kartoffelfest. Herzliche Einladung an Sie alle.

Ich freue mich darauf mit Ihnen, rund um die Kartoffel, zu feiern!

 

Ihre Pastorin Sabine Erler

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