Mit Gott groß werden

 Der evangelische lutherische Kindergarten ist neben der Sozialstation die zweite diakonische Einrichtung unserer Kirchengemeinde. In direkter Nachbarschaft zur Kirche, umgeben von einem großzügigen Außengelände, Gemeindehaus und Sozialstation, werden in drei Gruppen, die Sternen,- Mond- und Sonnengruppe, rund 60 Kinder in der Zeit von 7.00 bis 14.00 Uhr betreut. Unser Team besteht zur Zeit aus sieben pädagogischen Mitarbeiter(innen) mit unterschiedlichsten Stundenzahlen und einer Reinigungskraft. Seit den Anfängen in den 70er Jahren haben bis zum heutigen Tag viele hundert Kinder den Kindergarten besucht. Mittlerweile besuchen Kinder von „Ehemaligen“ oder Konfirmanden unsere Einrichtung, obwohl es zahlreiche Alternativen in der Kommune gibt. Die Eltern entscheiden sich in der Regel gezielt für unseren Kindergarten. Der Wunsch vieler Eltern nach einer „christlichen Erziehung“ ist nach wie vor ungebrochen. Dies wird in dem Erstgespräch deutlich, das bei der Anmeldung geführt wird. Das Evangelium als Grundlage unseres Handelns hat für viele Eltern einen hohen Stellenwert. Die Entscheidung für den kirchlichen Kindergarten findet auch Ausdruck im starken Engagement unserer Elternschaft. Gottesdienste und Andachten mit dem Kindergarten gehören zu den am besten besuchten. Projektbezogene Aktionen während oder außerhalb der Öffnungszeiten werden in großen Umfang von den Eltern mitgetragen bzw. erst möglich gemacht. Konkret heißt dies Mitarbeit bei der Gestaltung des Außengeländes; Bau der Hochebenen in den Gruppenräumen, Projekt gesundes Essen, Besuch des Kinderkrankenhauses Wilhelmstift und vieles mehr.

In Zukunft wird sich der evangelische lutherische Kindergarten, wie alle anderen Einrichtungen auch, vielen Herausforderungen organisatorischer und inhaltlicher Art stellen müssen:Da ist zum Einen die schwierige Finanzsituation der öffentlichen Hand und der Kirche und zum Anderen die Notwendigkeit der Verbesserung des Betreuungsangebotes aufgrund der sich verändernden Arbeitswelt. Hinzukommen die Umsetzung längst überfälliger Reformen. Auf die Erkenntnisse aus der Pisa-Studie und die sich verändernden Ansprüchen der Eltern an eine Betreuungs- und Bildungseinrichtung muss reagiert werden.

Mit der Entscheidung die musikalische Kinderarbeit unter der Leitung der Diakonin Frau Scheunemann sowohl räumlich, als auch zeitlich in den evangelischen Kindergarten anzusiedeln, hat die Kirchengemeinde Zeichen gesetzt. Dieses Angebot wird von den Kindern und Eltern sehr gut angenommen. Durch den „Kindermusikgarten“ und der „frühmusikalischen Erziehung“ haben die Eltern Gelegenheit, uns kennenzulernen auch wenn sie (noch) nicht ihre Kinder bei uns angemeldet haben.

Bei allen Veränderungen, denen wir uns stellen müssen, wollen wir Mitarbeiter(innen) unser Fundament und zugleich unser Ziel in der Arbeit mit den Kinder nicht aus den Augen verlieren, das da heißt: - „Mit Gott groß werden“

Jens Kähler

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