Liebe Barsbüttlerinnen und liebe Barsbüttler,

der Kirchenvorstand hat einstimmig entschieden und nun steht nur noch die bischöfliche Genehmigung aus, damit unsere Kirche am Stiefenhoferplatz den Namen 

SEGENSKIRCHE

bekommt. Ich hoffe, dass die offizielle Namensgebung zeitgleich mit unserem Jubiläum der 50jährigen Kirchweihe am Sonntag, dem 14. März erfolgen kann.

kreutz.jpgSicherlich ruft der Name Segenskirche in manch einem Erinnerungen herauf. Erinnerungen an eigene oder familiäre Einsegnungen: bei der Konfirmation, bei Hochzeiten, Taufen der Kinder oder Enkelkinder. Auch der traurige Abschied von lieben Menschen geschieht unter dem segnenden Handeln Gottes: unsere Verstorbenen lassen wir „aussegnen“, wenn auch selten in unserer Kirche, sondern eher in den Friedhofskapellen. Aber wichtig ist der Segen an den Schnittstellen unseres Lebens, dass da jemand ist, der uns Gottes Geleit zuspricht, der Gottes Zuspruch und Versprechen wach hält in unseren Herzen. Damit wir getrost all die Wege der Veränderung annehmen und gehen können. Dafür sind wir als Kirche da! Auch in Zukunft, auch unter veränderten finanziellen und strukturellen Bedingungen. Der Name Segenskirche ist für uns Gabe und Aufgabe. Segen wird uns von Gott geschenkt, frei und unverfügbar können wir ihn erleben und sind doch herausgefordert auch unseren Teil dazu beizutragen, dass Gottes Segen weitergegeben wird. Empfangen und tätige Nächstenliebe, Muße und soziale Verantwortung, Hören auf Gottes Wort und politische Ausstrahlung, all das gehört zu einer lebendigen zeitgemäßen Kirche dazu; all das spiegelt sich für mich in dem Namen Segenskirche. weitergeben, stilles Gebet

Und noch etwas wird in dem Namen Segenskirche mit aufgenommen: unser Kirchraum mit seinem Kreuz auf dem Altar. Etwas gerät dieses Kreuz unter dem bunten dominanten Kirchenfenster in den Hintergrund. Dabei ist es ein besonderes Kreuz, das genaues Hinsehen verdient. Es stellt nämlich den auferstandenen Christus dar, den Weltenherrscher, der seine Arme ausbreitet und uns alle hineinnimmt in seinen Segen. Da, wo uns dieser segnende Christus begegnet, da spüren wir Angenommensein und Heimat, da ist das Leben gut und ganz und heil. Nach einem so gesegneten Leben sehnen wir uns wohl alle. Die Sehnsucht nach Segen führt uns zusammen als fragende, Gott suchende Gemeinde und Sie alle sind eingeladen mit uns zu suchen und sich auf den Weg zu machen. Manchmal sind diese Wege neu und anders als ursprünglich gedacht, aber wohin sie uns auch zu führen scheinen, wir gehen sie miteinander im Vertrauen auf Gottes Segen.

Mit dieser Gewissheit grüße ich Sie herzlich

Ihre Pastorin
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