Regionalisierung

Liebe Barsbüttlerinnen und Barsbüttler,

Liebe Freunde und Mitglieder der Kirchengemeinde Barsbüttel, aus der Presse konnten Sie folgenden Tendenzbeschluss des Kirchenvorstandes erfahren:

Der Kirchenvorstand beschließt die Neugründung der Kirchengemeinde Willinghusen/Stemwarde. Die neugegründete Kirchengemeinde Willinghusen/Stemwarde regionalisiert mit der Region 15 Glinde/Neuschönningstedt/Schönningstedt-Ohe und die Kirchengemeinde Barsbüttel regionalisiert mit der Region 11b Jenfeld/Wandsbek. Der Kirchenkreis wird gebeten, die erforderlichen Schritte einzuleiten, um miteinander zu formell erforderlichen und juristisch tragfähigen Beschlüssen, einschließlich aller zu regelnden Inhalte, zu kommen.

Angenommen mit 11 Ja-Stimmen, bei 3 Nein-Stimmen und 1 Enthaltung.

Lange und kontroverse Diskussionsprozesse sind diesem Beschluss vorausgegangen. Als der Kirchenvorstand im Januar 2003 seine Arbeit aufnahm, „erbte“ er gewissermaßen schon einiges an Meinungen, Stimmungen und auch Entscheidungen. Er musste erkennen, dass alle Kirchengemeinden Stormarns regionalisiert waren, während Barsbüttel sich noch keiner Region hatte anschließen können. Schon bald erwies sich diese Sonderstellung Barsbüttels als Sackgasse: der Kirchenkreis-Vorstand beschloss, dass die Kirchengemeinde Barsbüttel bis zum 31. März 2004 regionalisiert sein müsse, andernfalls würde der Kirchenkreis-Vorstand uns einer Region zuordnen. Diese Region wäre Wandsbek/Jenfeld gewesen, denn a) haben wir gut 20 Jahre lang mit diesen Gemeinden zu einer Verwaltungseinheit gehört (bis 1995) und b) bezog der Kirchenkreis in seinen Einladungen an diese Region die Kirchengemeinde Barsbüttel immer schon mit ein. Der KV sah sich heraus gefordert unter inhaltlichem und zeitlichem Druck eine gemeinsame Linie zu finden.

Der Kirchenvorstand hat aus den vorgegebenen Bedingungen das Beste gemacht. Willinghusen/Stemwarde hätte mit Barsbüttel in Richtung auf Wandsbek/Jenfeld regionalisieren können, oder um den Preis der Trennung mit Glinde/Neuschönningstedt/Schönningstedt-Ohe. Eine Aufnahme der ganzen Kirchengemeinde kam für diese Region nicht infrage, da die angestrebte Größe von 12.000 Mitgliedern überschritten worden wäre. Barsbüttel-Ort hatte von Anfang an nur eine Möglichkeit und somit keine Wahl. Schnell wurde deutlich, dass die Regionalisierung mit Glinde/Neuschönningstedt/Schönningstedt-Ohe von Willinghusen/Stemwarde bevorzugt wurde, aber Barsbüttel-Ort diese Meinung nicht teilte.

Beredter Ausdruck dieser 2 Stimmungslagen waren die beiden Gemeindeversammlungen im Januar. In Willinghusen sprachen sich die Anwesenden im Hinblick auf die näheren Lebensbezüge zu Glinde für eine Trennung von Barsbüttel und für ein Zusammengehen mit der Region Glinde/Neuschönningstedt/Schönningstedt-Ohe aus. In Barsbüttel sprach sich dagegen die Mehrheit gegen eine Trennung aus. Die Barsbüttler Mehrheit im Kirchenvorstand (10 zu 5) war mehrheitlich nicht bereit (s.o.) die Willinghusener Schwestern und Brüder zu einer ungeliebten Lösung zu zwingen. Gleichwohl wird vieles Verbindende bleiben: die Trägerschaften von Kindergarten und Sozialstation sind nur besondere in der Öffentlichkeit stehende Beispiele.

Der Kirchenvorstand bedauert, dass dieser Beschluss für so viel Irritation gesorgt hat. Es war und ist uns deutlich, dass jede Abstimmungsalternative uns den Unmut eines Ortsteils beschert hätte. Wir vertrauen auf die lebendige Kraft Gottes in unseren Gemeindebezirken, die helfen wird, dass Wunden und Enttäuschungen heilen und neue Energien frei werden, um den Weg in die Zukunft zu gestalten.

Der Kirchenvorstand

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