Interview

Ein Gespräch mit Nils Berg

Nils Berg ist 13 Jahre alt, Schüler der Integrierten Gesamtschule in Barsbüttel (achte Klasse) und Hauptkonfirmand. Im Konfirmandenunterricht ist er mit besonderem Eifer dabei.

Nils, du hast mir gesagt, du könntest dir gut vorstellen (vorausgesetzt, du wärst ein wenig älter), in unserer Gemeinde mit mir zusammenzuarbeiten, als „Diakon“ sozusagen. Oder auch jetzt als mein Nachfolger. Woher kommt diese Liebe zur Theologie und zu den kirchlichen Berufen?

Ich habe schon früh angefangen, die Bibel zu lesen, und da haben mir die Geschichten sehr gut gefallen. Da dachte ich, dann könnte ich es ja mal irgendwie als Beruf machen. Es hängt auch mit meinem Hobby Geschichte zusammen.

Viele Geschichten aus der Bibel, die wir besprochen haben, kanntest du schon. Was ist deine Lieblingsgeschichte?

Jesu Geburt find ich ganz schön, dann die Geschichte des Propheten Jona; Zachäus, die gefällt mir auch, und Daniel.

Was ist das für eine Bibel, die ihr zu Hause habt?

Wir haben eine riesengroße, rote Gute-Nachricht-Bibel, also wirklich ein riesiges Teil. Außerdem habe ich noch zwei Kinderbibeln, aus denen ich die Geschichten kennen gelernt habe.

Du kannst lang und breit aus der Geschichte erzählen, zum Beispiel von Martin Luther, oder von den Päpsten der verschiedensten Epochen. Wovon erzählst du momentan am liebsten?

Weil wir ja in letzter Zeit Reformationstag hatten, von Luther.

Luther hat dich sehr beeindruckt. Würdest du dir gern manchmal „eine Scheibe von ihm abschneiden“?

Ich find es wunderbar, dass er sich nicht den Mund verbieten ließ, sondern, egal, was der Papst gesagt hat - er hat es durchgezogen. Er hat sich nicht unterkriegen lassen von denen. Das finde ich sehr gut: dass er zu allem stand. Davon würde ich mir gerne mal eine Scheibe abschneiden: von seinem Mut.

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