Pastor Kramer verabschiedet sich

Siebeneinhalb Jahre - eine lange Zeit, so kommt es mir vor. Denn es ist viel gewachsen in dieser Zeit: ein ganzes Netzwerk und Wurzelgeflecht. Und nun fällt mir der Abschied schwer. Ich gehe mit zwei weinenden Augen. Die Freude auf die neue Stelle bricht schon gelegentlich durch, aber noch habe ich Kopf und Herz nicht frei.

Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich mit Barsbüttel als Ort nicht so recht warm geworden bin. Aber die Kirchengemeinde ist mir wirklich Heimat geworden. Nach schlimmen Erfahrungen in meiner vorigen Gemeinde hat mir die herzliche Aufnahme und das dauerhafte Interesse an meiner Person, meiner Arbeit und meinen Projekten sehr gut getan. Für alle Neugier, Aufmerksamkeit und Unterstützung bin ich dankbar, auch für manche Kritik. Was ich auch anpackte, ich konnte sicher sein, ein Echo zu finden, Zuhörer und Mitstreiter. Und die Zusammenarbeit mit Pastorin Erler war für mich eine überaus glückliche Konstellation.

So gehe ich nicht zuletzt deshalb, weil’s jetzt gerade am schönsten ist, und da soll man ja... Aber hauptsächlich sind es doch sehr nüchterne Überlegungen, die mich zum Weggang bewegen. Ich muss sozusagen auf einen grüneren Zweig kommen; hier im Kirchenkreis Stormarn käme ich über eine halbe Stelle (mit ganzer Dienstwohnung) nie hinaus. Und so nehme ich die Chance wahr, künftig als Krankenseelsorger in Neustadt / Holstein zu arbeiten, am Psychiatrischen Landeskrankenhaus. Eine ganz neue Herausforderung!

Neustadt ist nicht aus der Welt, und es werden gewiss nicht alle Verbindungen abreißen. Die Konfirmationen im April und Mai werde ich sowieso noch machen. Aber jetzt freuen Sie sich auf Pastor Karstens! Und wir sehen uns zu meinem Abschiedsgottesdienst Neujahr 16 Uhr!

Ihr Stefan Kramer

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