Gemeindebrief Winter/Frühjahr 2005-2006 Gemeindebrief Winter/Frühjahr 2005-2006

Aus der Redaktion

Gerade erst angefangen

... und schon wieder vorbei! Wegen meines Weggangs von Barsbüttel ist dies der zweite und letzte Gemeindebrief, für den ich als Redakteur verantwortlich zeichne. Aber wenigstens diese zweite Ausgabe wollte ich noch betreuen, auch wenn ich in dem betreffenden Zeitraum selber schon nicht mehr zur Gemeinde gehöre.

In jedem Fall wird der Gemeindebrief weitergeführt werden. Wie, und von wem, wird noch zu klären sein. Vielleicht ähnlich knapp wie der fliederfarbene Gemeindebrief von Willinghusen-Stemwarde, der zum November zum ersten Mal erschienen ist: mit allen Terminen und einem Beitrag der Pastorin? Oder doch wieder, wie jetzt hier, etwas mehr zum Lesen: mit mehreren Artikeln, ausführlicheren Einladungen - und Anzeigen?

Das Echo auf meine Anfrage im letzten Brief, was Ihnen der Gemeindebrief bedeutet, und was Sie gerne darin lesen würden, war leider enttäuschend dünn. Ist vielleicht die Existenz eines Gemeindebriefs etwas immer noch Selbstverständliches, ebenso unbewusst wahrgenommen wie die Werbung der Discounter, die in unsere Briefkasten und ins Altpapier flattert? Oder liest ihn sowieso niemand?

Immerhin, Elisabeth Stanisch hat mir geschrieben: „Nach meinem Empfinden ist gerade die Form, die Sie mit der Herbst/Winter-Ausgabe gewählt haben, die Richtige. (...) Es schadet nichts, wenn es nicht so viele Ausgaben sind, aber ich habe so doch ein Gefühl von persönlichem Kontakt.“ Und Martin Berk meint: „In einem Gemeindebrief sollte Mindestinfo über das Gemeindeleben gegeben werden: Termine; Rückblick auf größere Ereignisse; Information über anstehende Veränderungen; Kontaktadressen.“ Im Übrigen wäre er für eine Verteilung nicht an alle Haushalte, aber doch weiterhin an alle Kirchenmitglieder, nicht nur die Kirchgänger; „wir sollten nicht vergessen, dass auch solche Gemeindemitglieder unsere Kirche finanzieren.“

Ich werde aus der Ferne mitverfolgen, was wird, und bin gespannt. - Ich grüße Sie sehr herzlich

Ihr Stefan Kramer

Pastor Kramer verabschiedet sich

Siebeneinhalb Jahre - eine lange Zeit, so kommt es mir vor. Denn es ist viel gewachsen in dieser Zeit: ein ganzes Netzwerk und Wurzelgeflecht. Und nun fällt mir der Abschied schwer. Ich gehe mit zwei weinenden Augen. Die Freude auf die neue Stelle bricht schon gelegentlich durch, aber noch habe ich Kopf und Herz nicht frei.

Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich mit Barsbüttel als Ort nicht so recht warm geworden bin. Aber die Kirchengemeinde ist mir wirklich Heimat geworden. Nach schlimmen Erfahrungen in meiner vorigen Gemeinde hat mir die herzliche Aufnahme und das dauerhafte Interesse an meiner Person, meiner Arbeit und meinen Projekten sehr gut getan. Für alle Neugier, Aufmerksamkeit und Unterstützung bin ich dankbar, auch für manche Kritik. Was ich auch anpackte, ich konnte sicher sein, ein Echo zu finden, Zuhörer und Mitstreiter. Und die Zusammenarbeit mit Pastorin Erler war für mich eine überaus glückliche Konstellation.

So gehe ich nicht zuletzt deshalb, weil’s jetzt gerade am schönsten ist, und da soll man ja... Aber hauptsächlich sind es doch sehr nüchterne Überlegungen, die mich zum Weggang bewegen. Ich muss sozusagen auf einen grüneren Zweig kommen; hier im Kirchenkreis Stormarn käme ich über eine halbe Stelle (mit ganzer Dienstwohnung) nie hinaus. Und so nehme ich die Chance wahr, künftig als Krankenseelsorger in Neustadt / Holstein zu arbeiten, am Psychiatrischen Landeskrankenhaus. Eine ganz neue Herausforderung!

Neustadt ist nicht aus der Welt, und es werden gewiss nicht alle Verbindungen abreißen. Die Konfirmationen im April und Mai werde ich sowieso noch machen. Aber jetzt freuen Sie sich auf Pastor Karstens! Und wir sehen uns zu meinem Abschiedsgottesdienst Neujahr 16 Uhr!

Ihr Stefan Kramer

Pastor Karstens stellt sich vor

Liebe Gemeinde in Barsbüttel,

durch den Weggang von Pastor Kramer brauchen Sie ab dem 01.01.05 Hilfe.

Nach einem Beschluss der Kirchenkreissynode muss ein Gemeindepastor für 3000 Gemeindeglieder da sein. Deshalb kann die Stelle von Pastor Kramer nicht neu besetzt werden. Meiner Gemeinde steht unter diesen Prämissen auch keine ganze Pfarrstelle mehr zu. Jetzt wurde eine Lösung gefunden, mit der hoffentlich beide Gemeinden vorerst gut leben können. Ich werde die Vakanzvertretung übernehmen und einige Aufgaben in ihrer Gemeinde übernehmen.

Sie fragen Sich jetzt bestimmt: Wer ist dieser „ich“?

Ich bin Christoph Karstens, bin 46 Jahre alt und seit gut 13 Jahren alleiniger Pastor in der Gemeinde „Der Gute Hirte Jenfeld“ an der Rodigallee. Ich wohne in Jenfeld im Pastorat hinter der Kirche, Rodigallee 205, zusammen mit meiner Frau und unseren drei Söhnen im Alter von 3 bis 8 Jahren.

Als Pastor mit einer Einzelpfarrstelle und Kirchenvorstands-Vorsitzender bin ich natürlich für alle Arbeitsbereiche zuständig oder unterstütze die ehrenamtlichen Mitarbeiter. Meine Arbeitsschwerpunkte im „Guten Hirten“ sind die „Kinderarbeit / Kindergottesdienst“ und „Jugendarbeit / Konfirmandenunterricht“. Daneben leite ich den Gospelchor „Die Hirtensingers“, die das Gemeindeleben durch „Gospelgottesdienste“ bereichern. Und hier gibt es bereits eine Verbindung von mir zu Ihrer Gemeinde. Viele Sängerinnen aus unserem Gospelchor kommen aus Ihrer Gemeinde. Einige von Ihnen habe ich auch bereits bei Trauerfeiern und Beerdigungen kennen gelernt, da ich schon in der Vergangenheit hier und da bei Terminproblemen ausgeholfen habe. Also ganz unbekannt ist mir die Gemeinde Barsbüttel nicht.

Nach Absprache mit Frau Erler werden meine Aufgaben bei Ihnen vorrangig im Konfirmandenunterricht, bei Amtshandlungen und beim Gottesdienst liegen.

Die Pastorin hat das Wort

Zur Jahreslosung 2006

So spricht Gott:

Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht. (Josua 1, 5b)

Immer mehr Menschen werden in unserer Gesellschaft fallengelassen. Fühlen sich fallen gelassen. Die Zahl der Arbeitslosen hat erschreckende Ausmaße angenommen, die Not der Hartz IV- Empfänger strahlt belastend in alle Bereiche unserer Gesellschaft aus. Besonders treffen mich immer die Nachrichten über die zunehmende Verarmung vieler Kinder in unserem sonst so reichen Land. Die Angst in ausweglose Kreisläufe zu geraten, wird bis in die Mittelschicht hinein immer spürbarer. Kirchliche Einrichtungen sehen sich hier vor große Herausforderungen gestellt und sind doch gleichzeitig selbst einem ungeheuren Spardruck unterworfen.

In diese Situation trifft die Jahreslosung 2006 mit ihrem Segenswort. Damals galt es den Israeliten auf ihrem Einzug ins gelobte Land, heute können und dürfen wir für das vor uns liegende neue Jahr Kraft und Zuversicht aus Gottes Wort schöpfen: Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht.

Ansprechend setzt für mich die Künstlerin Astrid Schiller in ihrem Bild diese biblische Botschaft um. Große, bergende Hände umschließen die ganze Schöpfung. Selbst erschreckende Gefährdungen, wie im Zentrum des Bildes durch die Arche Noah symbolisiert, lassen uns nicht aus der gütigen Hand Gottes fallen.

Hinter uns liegt ein Jahr, dass mit dem Tsunami begann und mit dem Erdbeben in Pakistan und Kaschmir kurz vor Wintereinbruch endet. Dazwischen wurde New Orleans unter einer ungeheuren Flutwelle begraben. Wie nie zuvor holen uns die Sintfluterfahrungen Noahs wieder ein. Doch Gottes segnende Hände formen einen Kelch der Liebe und des Erbarmens, in dem wir, über den Tod hinaus, gehalten und geborgen sind. Frei schwingt sich die Taube in die Zukunft auf und streift alles Leid von sich ab. Alles, was Menschen quält und sie an Gottes Gegenwart zweifeln lässt, ist vergänglich. Gottes Versprechen bleibt: Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht.

Ihre Pastorin Sabine Erler

Bericht

Ein Vormittag im Advent

Am Sonnabend, 3. Dezember 2005, hat die Kirchengemeinde Barsbüttel zum zweiten Mal zu einem Geburtstagsbrunch ins Gemeindehaus der Segenskirche eingeladen. Diesmal stand der Vormittag unter dem Thema Advent.

Es folgten etwa 40 Geburtstagskinder der Einladung und verlebten ein paar fröhliche, aber auch besinnliche Stunden bei einem Gläschen Sekt, Schnittchen und Kaffee und Kuchen. Pastor Kramer begann mit einer kleinen Andacht, und dann wurden, nachdem sich alle gestärkt hatten, viele Weihnachtslieder gesungen. Man spürte, das Singen kam allen von Herzen, und jeder war mit großer Freude dabei und einige bestimmt auch mit wehmütigen Erinnerungen an ihre Kindheit. Den kleinen Weihnachtsgeschichten und –gedichten, einige auch von den Gästen vorgetragen, lauschten alle voller Spannung.

Es war auch diesmal wieder ein gelungener Vormittag, und wie es beim Abschied hieß: ein paar Stunden, die den Alltagsstress vergessen ließen.

Freuen Sie sich auf den nächsten Geburtstagsbrunch!

Inge von Bargen

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